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Geyer, Heinrich: Unterschied zwischen den Versionen

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Ab Mitte der siebziger Jahre kam es zu Spannungen in den Gemeinden, was zu zwei „Lagern“ führte. Es ging um die Stellung von Prophet und Apostel zueinander, um die Notwendigkeit der [[Versiegelung (Religion)|Versiegelung]], um die Liturgiefrage und um die Nachfolge. Am 31. März 1878 rief Geyer in Abwesenheit seines Apostels Preuß in Hamburg Johann Friedrich Güldner zum Apostel für Norddeutschland und Skandinavien und damit zum Nachfolger des schwer erkrankten Preuß. Dies konnte Preuß nicht recht sein, denn er hatte eigene Nachfolgepläne und wurde von dem Ältesten Fritz Krebs aus den Harzgemeinden unterstützt. Am 25. Juli 1878 starb Preuß und der gerufene, aber noch nicht ordinierte, Apostel Güldner sollte sein Amt antreten. Dabei kam es am 4. August 1878 in einem Gottesdienst zu offenen Differenzen, wobei Geyer als Leiter der AcAM abgesetzt wurde. Er und Güldner verließen mit dem Großteil der Gemeinde die Versammlung. Bereits eine Woche später hielten sie wieder eigene Gottesdienste. Das Geschehen am 4. August 1878 wird von einigen Religionswissenschaftlern als die Geburtsstunde der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] betrachtet, die sich aus dem Rest der Hamburger Gemeinde, den kleineren Gemeinden im Harz sowie den von Menkhoff und Schwarz in Deutschland begründeten Gemeinden entwickelte.
Ab Mitte der siebziger Jahre kam es zu Spannungen in den Gemeinden, was zu zwei „Lagern“ führte. Es ging um die Stellung von Prophet und Apostel zueinander, um die Notwendigkeit der [[Versiegelung (Religion)|Versiegelung]], um die Liturgiefrage und um die Nachfolge. Am 31. März 1878 rief Geyer in Abwesenheit seines Apostels Preuß in Hamburg Johann Friedrich Güldner zum Apostel für Norddeutschland und Skandinavien und damit zum Nachfolger des schwer erkrankten Preuß. Dies konnte Preuß nicht recht sein, denn er hatte eigene Nachfolgepläne und wurde von dem Ältesten Fritz Krebs aus den Harzgemeinden unterstützt. Am 25. Juli 1878 starb Preuß und der gerufene, aber noch nicht ordinierte, Apostel Güldner sollte sein Amt antreten. Dabei kam es am 4. August 1878 in einem Gottesdienst zu offenen Differenzen, wobei Geyer als Leiter der AcAM abgesetzt wurde. Er und Güldner verließen mit dem Großteil der Gemeinde die Versammlung. Bereits eine Woche später hielten sie wieder eigene Gottesdienste. Das Geschehen am 4. August 1878 wird von einigen Religionswissenschaftlern als die Geburtsstunde der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] betrachtet, die sich aus dem Rest der Hamburger Gemeinde, den kleineren Gemeinden im Harz sowie den von Menkhoff und Schwarz in Deutschland begründeten Gemeinden entwickelte.


Die Geyer-/Güldner-Gemeinde hielt ihren Namen als [[Allgemeine christliche apostolische Mission]] bei und stand ganz unter dem Einfluss von Geyer. Sie konnte in der Folgezeit jedoch kein Wachstum mehr erzielen. 1909 trat [[Robert Geyer (Geistlicher)|Robert Geyer]] der AcAM mit einem Großteil der Mitglieder der [[Alt-Apostolische Gemeinde|Alt-Apostolischen Gemeinde]] bei.
Die Geyer-/Güldner-Gemeinde hielt ihren Namen als [[Allgemeine christliche apostolische Mission]] bei und stand ganz unter dem Einfluss von Geyer. Sie konnte in der Folgezeit jedoch kein Wachstum mehr erzielen. 1909 trat Robert Geyer der AcAM mit einem Großteil der Mitglieder der [[Alt-Apostolische Gemeinde|Alt-Apostolischen Gemeinde]] bei.


Am 4. Oktober 1896 starb Heinrich Geyer im Alter von 78 Jahren in Hamburg.
Am 4. Oktober 1896 starb Heinrich Geyer im Alter von 78 Jahren in Hamburg.
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