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Oetinger, Friedrich Christoph: Unterschied zwischen den Versionen

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*die Schriften verschiedener [[Mystik]]er und Visionäre,
*die Schriften verschiedener [[Mystik]]er und Visionäre,


besonders >Swedenborg ("Träume eines Geistersehers") und [[Böhme, Jakob|Jakob Böhme]]. Insbesondere die Schriften des Theosophen Böhme wurden für ihn fast zu einer zweiten Bibel, wie er in seiner "Selbstbiographie" schreibt. Entsprechend diesem Ansatz und den zugrundeliegenden Quellen, lehrte Oetinger die Vereinigung von Geist und Natur - nun aber nicht im Sinne einer von sich aus vorhandenen Einheit wie im [[Pantheismus]] (Allgottheitsglaube), sondern im Sinne der Herablassung (Kondeszendenz) Gottes aus der Geistwelt in die Leiblichkeit, welche dazu dient, Geist und Natur, die durch den Sündenfall getrennt wurden, zusammenzuführen. Oetinger betonte die [[Inkarnation]], die Herablassung Gottes, als Urgeheimnis der Wirklichkeit. Ihr Ziel ist die "Gegenwart Jesu im Menschen".  
besonders [[Swedenborg, Emanuel|Emanuel Swedenborg]] ("Träume eines Geistersehers") und [[Böhme, Jakob|Jakob Böhme]]. Insbesondere die Schriften des Theosophen Böhme wurden für ihn fast zu einer zweiten Bibel, wie er in seiner "Selbstbiographie" schreibt. Entsprechend diesem Ansatz und den zugrundeliegenden Quellen, lehrte Oetinger die Vereinigung von Geist und Natur - nun aber nicht im Sinne einer von sich aus vorhandenen Einheit wie im [[Pantheismus]] (Allgottheitsglaube), sondern im Sinne der Herablassung (Kondeszendenz) Gottes aus der Geistwelt in die Leiblichkeit, welche dazu dient, Geist und Natur, die durch den Sündenfall getrennt wurden, zusammenzuführen. Oetinger betonte die [[Inkarnation]], die Herablassung Gottes, als Urgeheimnis der Wirklichkeit. Ihr Ziel ist die "Gegenwart Jesu im Menschen".  


Jesus wird für Oetinger unmittelbare Wirklichkeit im Menschen nach dem Satz "Meine Kirche ist der Tempel meines Leibes". Man spricht hier von einem realistischen [[Spiritualismus]] (statt einem idealistischen Spiritualismus), von der begeisteten Natur. Natur und Geist gehen ineinander über. Es kommt hier eine Naturphilosophie zum Tragen, welche später u.a. auch Philosophen wie >Schelling und >Hegel beeinflusst hat.
Jesus wird für Oetinger unmittelbare Wirklichkeit im Menschen nach dem Satz "Meine Kirche ist der Tempel meines Leibes". Man spricht hier von einem realistischen [[Spiritualismus]] (statt einem idealistischen Spiritualismus), von der begeisteten Natur. Natur und Geist gehen ineinander über. Es kommt hier eine Naturphilosophie zum Tragen, welche später u.a. auch Philosophen wie [[Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph|Schelling]] und [[Hegel, Georg Wilhelm Friedrich|Hegel]] beeinflusst hat.


Oetinger sagt (zit. nach Oetinger-Brevier): <blockquote>"Die Sünde ist entstanden aus der Trennung der zusammengeordneten Kräfte", </blockquote>indem sich <blockquote>"das Natürliche von dem Geistlichen ... getrennt hat."  
Oetinger sagt (zit. nach Oetinger-Brevier): <blockquote>"Die Sünde ist entstanden aus der Trennung der zusammengeordneten Kräfte", </blockquote>indem sich <blockquote>"das Natürliche von dem Geistlichen ... getrennt hat."  
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