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Der "Gott der Gita" ist alles und in allem, in auserwählten Menschen, den Heiligen, den Gurus oder Yogis, er ist in Bergen, Seen und Flüssen, in "Hunden, Elefanten und Kühen" (Gita 5,18); er ist in Ekeltieren wie Ratten und Schlangen und vermutlich auch im Kuhfladen (Pantheismus). | Der "Gott der Gita" ist alles und in allem, in auserwählten Menschen, den Heiligen, den Gurus oder Yogis, er ist in Bergen, Seen und Flüssen, in "Hunden, Elefanten und Kühen" (Gita 5,18); er ist in Ekeltieren wie Ratten und Schlangen und vermutlich auch im Kuhfladen (Pantheismus). | ||
Der "Gott der Gita" sieht sich selbst als Horrorwesen: "Hab keine Angst und laß dich nicht beirren von dieser meiner schrecklichen Gestalt" (Gita, 11,49). | Der "Gott der Gita" sieht sich selbst als Horrorwesen: "Hab keine Angst und laß dich nicht beirren von dieser meiner schrecklichen Gestalt" (Gita, 11,49).<blockquote>"Beim Anblick deiner unermesslichen Form..., versehen mit vielen Mündern und Augen, vielen Armen, Beinen und Füßen, mit vielen Bäuchen und grausigen Zähnen, sind die Welten und auch ich in Schrecken versetzt worden.... Wenn ich dich sehe ... die Münder weit geöffnet und mit großen feurigen Augen, erbebt mein Inneres, und ich finde weder Mut noch Frieden.(!!!) ... Ich sehe deine Münder, deren Zähne Furcht einflößen und die den Feuern der Zeit gleichen, und weiß nicht mehr die vier Himmelsrichtungen und finde keinen Frieden (!!!) ... Sag mir, wer du bist in dieser furchtbaren Gestalt..." (11, 23 ff)</blockquote>Dieser "Gott der Gita" hasst nicht und liebt nicht. Die Menschen sind ihm gleichgültig: "Gleich bin ich gegenüber allen Lebewesen. Keines ist mir verhasst oder lieb." (9,29). Wie "Gott" soll auch der Yogi "frei von Liebe und Hass" sein (2,64). | ||
"Beim Anblick deiner unermesslichen Form..., versehen mit vielen Mündern und Augen, vielen Armen, Beinen und Füßen, mit vielen Bäuchen und grausigen Zähnen, sind die Welten und auch ich in Schrecken versetzt worden.... Wenn ich dich sehe ... die Münder weit geöffnet und mit großen feurigen Augen, erbebt mein Inneres, und ich finde weder Mut noch Frieden.(!!!) ... Ich sehe deine Münder, deren Zähne Furcht einflößen und die den Feuern der Zeit gleichen, und weiß nicht mehr die vier Himmelsrichtungen und finde keinen Frieden (!!!) ... Sag mir, wer du bist in dieser furchtbaren Gestalt..." (11, 23 ff) | |||
Dieser "Gott der Gita" hasst nicht und liebt nicht. Die Menschen sind ihm gleichgültig: "Gleich bin ich gegenüber allen Lebewesen. Keines ist mir verhasst oder lieb." (9,29). Wie "Gott" soll auch der Yogi "frei von Liebe und Hass" sein (2,64). | |||
Darüber hinaus kennt die hinduistische Mythologie eine Vielzahl von Göttern und Gottheiten; 330 Millionen, heißt es. Dazu kommen die bösen Geister und Dämonen. Die indischen Götter und Gottheiten sind schreckliche Horrorgestalten, die täglich durch Opfer besänftigt werden müssen. Sie sind furchterregend, grausam, blutrünstig; sie haben mehrere Köpfe, Arme, Augen; sie sind halb Mensch, halb Tier; halb Mann, halb Frau. Sie lieben Schlangen, Totenschädelketten und alle Formen der Unzucht (Sodomie usw.). Der Gott Hanuman ist ein riesengroßer Affe mit einen langen Schwanz; Krisna ist ein flötenspielender Casanova; Kali eine blutrünstige Göttin mit blutroten Augen, die sich mit abgetrennten Händen und Totenköpfen schmückt und auf ihrem toten Ehemann tanzt; Ganesha ist ein elefantenköpfiger Gott; Hayagriva, Kaladevi, Samvara, Mahakala, der "Große Schwarze", und viele andere sind furchterregende Gottheiten. | Darüber hinaus kennt die hinduistische Mythologie eine Vielzahl von Göttern und Gottheiten; 330 Millionen, heißt es. Dazu kommen die bösen Geister und Dämonen. Die indischen Götter und Gottheiten sind schreckliche Horrorgestalten, die täglich durch Opfer besänftigt werden müssen. Sie sind furchterregend, grausam, blutrünstig; sie haben mehrere Köpfe, Arme, Augen; sie sind halb Mensch, halb Tier; halb Mann, halb Frau. Sie lieben Schlangen, Totenschädelketten und alle Formen der Unzucht (Sodomie usw.). Der Gott Hanuman ist ein riesengroßer Affe mit einen langen Schwanz; Krisna ist ein flötenspielender Casanova; Kali eine blutrünstige Göttin mit blutroten Augen, die sich mit abgetrennten Händen und Totenköpfen schmückt und auf ihrem toten Ehemann tanzt; Ganesha ist ein elefantenköpfiger Gott; Hayagriva, Kaladevi, Samvara, Mahakala, der "Große Schwarze", und viele andere sind furchterregende Gottheiten. | ||
== Die Lehre von der Einheit allen Seins == | == Die Lehre von der Einheit allen Seins == | ||
Die heilige Schrift der Hindus lehrt die "Einheit allen Seins" ( | Die heilige Schrift der Hindus lehrt die "Einheit allen Seins" ([[Monismus]], [[Pantheismus]]). Nach dieser Lehre sind alle Dinge und Wesen letztlich gleich und eins. "Gott" (= Brahman) - so heißt es - ist in allen Dingen, er ist das wahre Wesen aller Dinge (vgl. Gita 4, 35 ff; 5, 18 ff; 6, 28 ff; 9,14 f; Kapitel 11;11,7;13;12,4;18,20). "Gott" (= Brahman) ist angeblich auch in mir, tief verborgen in meinem Inneren, im Kern meiner Seele (= Atman). Mensch und Gott (in diesem Sinne verstanden) sind eine Einheit: Gott ist in mir und ich bin in Gott; ich bin ein Teil Gottes und Gott ist das "wahre Selbst" in allen Wesen. Diese Einheit gilt es in der Meditation zu erkennen und zu erfahren. | ||
Unter Berufung auf die Schriften von | Unter Berufung auf die Schriften von [[Capra, Fritjof|Capra]], Bohm, Zukav und anderen mystisch orientierten Physikern behaupten New-Age-Autoren und Esoteriker, die moderne Physik hätte die "Einheit allen Seins" nachgewiesen. Doch bewiesen ist bestenfalls die wechselseitige Interdependenz (gegenseitige Abhängigkeit) der Dinge oder Mikroteilchen, aber nicht die "Einheit allen Seins". Der vermeintliche Nachweis von der Einheit allen Seins gelingt F. Capra nur, indem er zwei völlig verschiedene Einheitsbegriffe miteinander vermischt: den Begriff der systemischen Einheit und den Begriff der homogenen Einheit (vgl. Capra, Wendezeit; Das Tao der Physik u.a.). In der Tat zeigen uns die Sinne, dass die Welt aus Einzelteilen besteht und nicht eine homogene Einheit ist. Die "Einheit allen Seins" erfährt der Yogi ausschließlich in tiefer Meditation, in mystischer Versenkung bzw. in einem veränderten, trance-artigen Bewusstseinszustand. | ||
== Karmalehre == | == Karmalehre == | ||