Stilleübungen und Fantasiereisen
Stilleübungen und Fantasiereisen werden heute - besonders in Schulen und Kindergärten - vermehrt angewandt, um Kinder zur "Ruhe" zu bringen.
Die Kinder sollen dabei stille werden, die Augen schließen, sich vorstellen, irgendwohin zu reisen, Farben sehen, Töne vernehmen u.ä. Manchmal werden diese Übungen und Reisen mit Methoden der Esoterik (Okkultismus) verbunden:
- Chanten der Silbe OM (Mantra),
- Blick auf das "Dritte Auge",
- Konzentration auf Chakren oder Lotusblumen,
- Meditation über Mandalas,
- Aussprechen autosuggestiver Formeln (Autosuggestion) u.ä.
Die meisten Lehrerinnen und Lehrer gebrauchen diese Übungen jedoch einfach als Hilfe zum Stillwerden. An esoterische Zusammenhänge denken sie dabei nicht. Das Problem ist nur, dass solche Methoden eine Eigendynamik entwickeln können. Sie können der Kontrolle des Lehrers entgleiten. Bei sensiblen Kindern kann es geschehen, dass sie in die Traumwelt abgleiten und sich gar nicht oder sehr schwer aus dem Trance-Zustand zurückholen lassen. In den letzten Jahren wurden mehrere solcher Fälle bekannt. Der Erziehungswissenschaftler Reinhard Franzke meint daher:
"Es besteht der Verdacht, dass Stilleübungen und Fantasiereisen in Wirklichkeit Techniken der Bewusstseinstransformation und Trance-Induktion sind, die tatsächlich Türen öffnen: Türen zu unsichtbaren Welten und Mächten, aber niemals zu inneren Welten, zum Unterbewusstsein oder zu tieferen Bewusstseinsebenen."
Wo solches geschieht, ist aus biblischer Sicht davor zu warnen.
Siehe auch: Passivität; Trance; Meditation; Okkultismus; New-Age.
Literaturhinweise
R. Franzke, New-Age-Pädagogik, 2003.
Einzelhinweise und Quellen
Originärer Autor: Lothar Gassmann
Ursprungsquelle dieses Artikels: https://www.bibel-glaube.de/handbuch_orientierung/Stilleuebungen_und_Fantasiereisen.html (Abgerufen am 05. 03. 2022, 21:08) Katekorie:Esoterik