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Übersinnliches (bei Rudolf Steiner): Unterschied zwischen den Versionen

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(Die Seite wurde neu angelegt: „__TOC__ In seiner Autobiographie "Mein Lebensgang" nennt Rudolf Steiner, der Begründer der Anthroposophie, frühe übersinnliche Erfahrungen, die ihm das Unverständnis seiner Umwelt einbrachten (636,17f). Sie kamen vor allem auf dreifache Weise zustande: erstens durch die Beschäftigung mit der ''Geometrie'', die ihm ermöglichte, "rein im Geiste etwas erfassen zu können" (636,17); zweitens durch das Erleben des ''katholischen…“)
 
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=Übersinnliches im katholischen Kultus=
=Übersinnliches im katholischen Kultus=


Außer in der Geometrie sucht Steiner die Rechtfertigung seiner hellseherischen Schau im katholischen Kultus, den er als Ministrant in Neudörfl miterlebt. Er schreibt:<blockquote>"Wir Schulknaben hatten den Ministranten- und Chordienst zu verrichten bei Messen, Totenfeiern und Leichenbegängnissen. Das Feierliche der lateinischen Sprache und des Kultus war ein Element, in dem meine Knabenseele gerne lebte ... Der Bibel- und Katechismus-Unterricht, den der Pfarrer erteilte, war weit weniger wirksam innerhalb meiner Seelenwelt als das, was er als Ausübender des Kultus tat in Vermittelung zwischen der sinnlichen und der übersinnlichen Welt" (636, 21f.).</blockquote>Hier fällt auf, daß Steiner nicht von der katholischen Dogmatik, sondern vom äußeren Kultus der katholischen Messe beeindruckt ist. Später wird er die Feierlichkeit kultischer Handlungen auch bei heidnischen Mysterienreligionen entdecken und - etwa in der Menschenweihehandlung der [[Christengemeinschaft]] - mit christlich-kultischen Elementen vermischen. Ein "dogmatisches Christentum" lehnt er bis zu seinem Tode ab. Auch hier bleibt ihm der Weg zu einem biblisch-christlichen Glauben verschlossen.


Außer in der Geometrie sucht Steiner die Rechtfertigung seiner hellseherischen Schau im katholischen Kultus, den er als Ministrant in Neudörfl miterlebt. Er schreibt:<blockquote>"Wir Schulknaben hatten den Ministranten- und Chordienst zu verrichten bei Messen, Totenfeiern und Leichenbegängnissen. Das Feierliche der lateinischen Sprache und des Kultus war ein Element, in dem meine Knabenseele gerne lebte ... Der Bibel- und Katechismus-Unterricht, den der Pfarrer erteilte, war weit weniger wirksam innerhalb meiner Seelenwelt als das, was er als Ausübender des Kultus tat in Vermittelung zwischen der sinnlichen und der übersinnlichen Welt" (636, 21f.).</blockquote>Hier fällt auf, daß Steiner nicht von der katholischen Dogmatik, sondern vom äußeren Kultus der katholischen Messe beeindruckt ist. Später wird er die Feierlichkeit kultischer Handlungen auch bei heidnischen Mysterienreligionen entdecken und - etwa in der Menschenweihehandlung der [[Christengemeinschaft]] - mit christlich-kultischen Elementen vermischen. Ein "dogmatisches Christentum" lehnt er bis zu seinem Tode ab. Auch hier bleibt ihm der Weg zu einem biblisch-christlichen Glauben verschlossen.
{{Footer-Neu|LITERATURE=L. Gassmann; Anthroposophie-Lexikon; Folgen Verlag; (Mai 2017<sup>1</sup>) }}
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[[Kategorie:Anthroposophie]]


[[Kategorie:Anthroposophoe]]
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