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Aufklärung: Unterschied zwischen den Versionen

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Man erlebte eine Verinnerlichung und Verdiesseitigung der eschatologischen (endgeschichtlichen) Fragen. Das Reich Gottes wurde nur noch ethisch (moralisch) verstanden, nicht real-zukünftig. Die letzte Steigerung dieses Denkens stellte z.B. die Position von Albert Schweitzer im 20. Jahrhundert dar: das Reich Gottes als ethisch-moralische Idee ([[Konsequente Eschatologie]]).
Man erlebte eine Verinnerlichung und Verdiesseitigung der eschatologischen (endgeschichtlichen) Fragen. Das Reich Gottes wurde nur noch ethisch (moralisch) verstanden, nicht real-zukünftig. Die letzte Steigerung dieses Denkens stellte z.B. die Position von Albert Schweitzer im 20. Jahrhundert dar: das Reich Gottes als ethisch-moralische Idee ([[Konsequente Eschatologie]]).


Gemeinsam mit der Aufklärung betonte der etwa gleichzeitig mit ihr zur Wirkung gelangende [[Pietismus]] die Bedeutung des Subjekts, der individuellen Erfahrung des Menschen. Gemeinsam mit der vorausgegangenen Orthodoxie jedoch hielt der Pietismus grundsätzlich an der Offenbarung Gottes in der Bibel fest, was für die Aufklärung aufgrund ihrer Bibelkritik (weithin) undenkbar war. Je mehr sich allerdings Pietisten dem "inneren Wort", der subjektiven "Erleuchtung" und Ähnlichem öffneten, desto mehr rückten sie von der Bibel ab und näherten sich der Verstandes- und Gefühlsreligion der Aufklärung an (ein Vorgang, den wir auch heute beobachten). Der Pietismus wandte sich also einerseits - zu Recht - gegen die orthodoxe Erstarrung im Buchstaben, zugleich aber auch gegen die aufklärerische Verwässerung des Buchstabens. Beides sind Mißstände, die es in einer vom lebendigen Gott durch sein Wort geschenkten Lebenserneuerung her zu bekämpfen und zu überwinden galt (und gilt) (Reformvorschläge s. unter [[Pietismus]]).
Gemeinsam mit der Aufklärung betonte der etwa gleichzeitig mit ihr zur Wirkung gelangende [[Pietismus]] die Bedeutung des Subjekts, der individuellen Erfahrung des Menschen. Gemeinsam mit der vorausgegangenen Orthodoxie jedoch hielt der Pietismus grundsätzlich an der Offenbarung Gottes in der Bibel fest, was für die Aufklärung aufgrund ihrer Bibelkritik (weithin) undenkbar war. Je mehr sich allerdings Pietisten dem "inneren Wort", der subjektiven "Erleuchtung" und Ähnlichem öffneten, desto mehr rückten sie von der Bibel ab und näherten sich der Verstandes- und Gefühlsreligion der Aufklärung an (ein Vorgang, den wir auch heute beobachten). Der Pietismus wandte sich also einerseits - zu Recht - gegen die orthodoxe Erstarrung im Buchstaben, zugleich aber auch gegen die aufklärerische Verwässerung des Buchstabens. Beides sind Mißstände, die es in einer vom lebendigen Gott durch sein Wort geschenkten Lebenserneuerung her zu bekämpfen und zu überwinden galt (und gilt) (Reformvorschläge siehe unter [[Pietismus]]).


==Literaturhinweise==
==Literaturhinweise==
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Ursprungsquelle dieses Artikels: https://www.bibel-glaube.de/handbuch_orientierung/Aufklaerung.html (Abgerufen am 05. 03. 2022, 21:08)
Ursprungsquelle dieses Artikels: https://www.bibel-glaube.de/handbuch_orientierung/Aufklaerung.html (Abgerufen am 05. 03. 2022, 21:08)
[[Kategorie:Philosophie]]
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