Panentheismus

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Alles ist in Gott". Der Panentheismus sagt, dass die Welt der Leib der Gottheit ist, Gott die Welt aber als Geist übersteigt. Leib und Geist Gottes werden hier unterschieden. Norman Whitehead und andere Philosophen im 20. Jahrhundert haben diese Lehre vertreten. Die Welt sei der Leib Gottes, der aktuelle Pol. Der Geist Gottes sei der potentielle Pol, der also auch schaffen könne. Als aktueller Pol ist er relativ, zeitlich und begrenzt, als potentieller Pol ist er absolut, ewig und unbegrenzt.

Kritik:

  • Hier wird - im Unterschied zum Pantheismus - ernst genommen, dass Gott zur Welt gekommen ist, d.h. dass es einen Gott in geistiger Form auch außerhalb der Welt gibt.
     
  • Jenseits der Polarität muss es aber auch eine sie begründende "reine Aktualität" geben Das heisst, die Polarität kann nicht selbst schon Gott sein, sondern es muss einen Gott geben, der außerhalb dieses Ganzen existiert. Wenn man Gott als Leib der Welt sieht, dann würde Gott keine absolute Unabhängigkeit von der Welt besitzen. Und damit kann es sich nicht um den biblischen Gott handeln.
     
  • Gott hat bei der Schöpfung an nichts angeknüpft außer an seine Liebe, als er die Welt aus dem Nichts erschuf. Gott erschuf nach biblischem Zeugnis (1. Mose 1,1; Hebr 1,2; 11,3; Kol 1,17; Röm 4,17 etc.) die Welt aus dem Nichts und es gibt keinen Pol, welcher der Leib Gottes im Sinne der Welt wäre.

Siehe auch Pantheismus

Literaturhinweise

N. Geisler, Christian Apologetics, 1992.

Einzelhinweise und Quellen

Originärer Autor: Lothar Gassmann

Ursprungsquelle dieses Artikels: https://www.bibel-glaube.de/handbuch_orientierung/Panentheismus.html (Abgerufen am 05. 03. 2022, 21:08)