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Soteriologie (katholische): Unterschied zwischen den Versionen

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(Die Seite wurde neu angelegt: „= Grundlegendes = Die katholische Erlösungslehre (Soteriologie) beruht auf dem ''Zusammenwirken von Natur und Gnade'' - gemäß dem scholastischen Axiom ''‘Gratia non destruit, sed supponit et perficit naturam.’'' = ‘Die Gnade zerstört nicht die Natur, sondern ergänzt und vollendet sie.’ Dahinter steht die katholische Bindestrichtheologie („sowohl – als auch“, „und“) sowie die ‘analogia entis’-Lehre, die Lehre von der Entsprechung…“)
 
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== Heil auch in anderen Religionen? ==
== Heil auch in anderen Religionen? ==
Zur Heilsfrage abschließend noch ein anderer Aspekt in der katholischen Lehre, und zwar der Zusammenhang zwischen Soteriologie und Ekklesiologie im Katholizismus. Und hier ist seit dem 20. Jahrhundert eine auffallende Änderung in der katholischen Lehre eingetreten. Die frühere katholische Lehre besagte, dass niemand außerhalb der Kirche - und zwar der Römisch-Katholischen Kirche - gerettet werden könne. ‘Extra ecclesiam nulla salus.’ So wird gemäß Neuner-Roos Nummer 369 in einem älteren Dokument ausgeführt:<blockquote>„Außerhalb der Kirche kann niemand gerettet werden. Freilich sind nicht alle, die in unüberwindlicher Unwissenheit über Christus und seiner Kirche leben, schon aufgrund dieser Unwissenheit ewig zu verdammen ... Diese Gnade erhält aber keiner, der von der Einheit des Glaubens oder von der Gemeinschaft der Kirche aus eigener Schuld getrennt ist und so aus diesem Leben scheidet ... So verwerfen und verabscheuen Wir die gottlose Lehre von der Gleichwertigkeit aller Religionen, die auch der menschlichen Vernunft widerstreitet. So wollen die Kinder dieser Welt den Unterschied zwischen wahr und falsch aufheben und sagen: Das Tor zum ewigen Leben steht allen offen, gleichgültig, aus welcher Religion sie herkommen.“</blockquote>So also hieß es noch ''vor'' dem Zweiten Vatikanischen Konzil. ''Seit'' dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) jedoch wird anders gelehrt! Und zwar wird behauptet, dass auch die nichtchristlichen Religionen Zugangswege zum Heil sein können, wenn auch über Umwege und Verfinsterungen. Und zwar heißt es in der „Dogmatischen Konstitution über die Kirche“ von 1964 des Zweiten Vatikanischen Konzils:<blockquote>„Der Heilswille umfaßt aber auch die, welche den Schöpfer anerkennen, unter ihnen besonders die Muslim, die sich zum Glauben Abrahams bekennen und mit uns den einen Gott anbeten, den barmherzigen, der die Menschen am Jüngsten Tag richten wird. Aber auch den anderen, die in Schatten und Bildern den unbekannten Gott suchen, auch solchen ist Gott nicht ferne, da er allen Leben und Atem und alles gibt (vgl. Apg 17,25-28) und als Erlöser will, daß alle Menschen gerettet werden“ (Neuner-Roos Nr. 372).</blockquote>Man hat sich hier den heidnischen Religionen geöffnet, beeinflusst vor allem durch die Theologie Karl Rahners, der zwischen manifestem (offenbarem) und latentem (verborgenem) Christsein unterschieden hat. Das latente, verborgene Christsein findet sich seiner Ansicht nach bei den anderen Religionen. Dies ist eine verhängnisvolle Lehre, die sehr stark den [[Synkretismus]] und >[[Universalismus]] in die katholische Theologie und Kirche hat eindringen lassen (zur Beurteilung siehe dort) und mit der keineswegs alle Katholiken übereinstimmen ([[Traditionalisten]]).
Zur Heilsfrage abschließend noch ein anderer Aspekt in der katholischen Lehre, und zwar der Zusammenhang zwischen Soteriologie und Ekklesiologie im Katholizismus. Und hier ist seit dem 20. Jahrhundert eine auffallende Änderung in der katholischen Lehre eingetreten. Die frühere katholische Lehre besagte, dass niemand außerhalb der Kirche - und zwar der Römisch-Katholischen Kirche - gerettet werden könne. ‘Extra ecclesiam nulla salus.’ So wird gemäß Neuner-Roos Nummer 369 in einem älteren Dokument ausgeführt:<blockquote>„Außerhalb der Kirche kann niemand gerettet werden. Freilich sind nicht alle, die in unüberwindlicher Unwissenheit über Christus und seiner Kirche leben, schon aufgrund dieser Unwissenheit ewig zu verdammen ... Diese Gnade erhält aber keiner, der von der Einheit des Glaubens oder von der Gemeinschaft der Kirche aus eigener Schuld getrennt ist und so aus diesem Leben scheidet ... So verwerfen und verabscheuen Wir die gottlose Lehre von der Gleichwertigkeit aller Religionen, die auch der menschlichen Vernunft widerstreitet. So wollen die Kinder dieser Welt den Unterschied zwischen wahr und falsch aufheben und sagen: Das Tor zum ewigen Leben steht allen offen, gleichgültig, aus welcher Religion sie herkommen.“</blockquote>So also hieß es noch ''vor'' dem Zweiten Vatikanischen Konzil. ''Seit'' dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) jedoch wird anders gelehrt! Und zwar wird behauptet, dass auch die nichtchristlichen Religionen Zugangswege zum Heil sein können, wenn auch über Umwege und Verfinsterungen. Und zwar heißt es in der „Dogmatischen Konstitution über die Kirche“ von 1964 des Zweiten Vatikanischen Konzils:<blockquote>„Der Heilswille umfaßt aber auch die, welche den Schöpfer anerkennen, unter ihnen besonders die Muslim, die sich zum Glauben Abrahams bekennen und mit uns den einen Gott anbeten, den barmherzigen, der die Menschen am Jüngsten Tag richten wird. Aber auch den anderen, die in Schatten und Bildern den unbekannten Gott suchen, auch solchen ist Gott nicht ferne, da er allen Leben und Atem und alles gibt (vgl. Apg 17,25-28) und als Erlöser will, daß alle Menschen gerettet werden“ (Neuner-Roos Nr. 372).</blockquote>Man hat sich hier den heidnischen Religionen geöffnet, beeinflusst vor allem durch die Theologie Karl Rahners, der zwischen manifestem (offenbarem) und latentem (verborgenem) Christsein unterschieden hat. Das latente, verborgene Christsein findet sich seiner Ansicht nach bei den anderen Religionen. Dies ist eine verhängnisvolle Lehre, die sehr stark den [[Synkretismus]] und >[[Universalismus]] in die katholische Theologie und Kirche hat eindringen lassen (zur Beurteilung siehe dort) und mit der keineswegs alle Katholiken übereinstimmen ([[Traditionalisten]]).
Siehe auch: [[Hamartiologie]], [[Werkgerechtigkeit]], [[Soteriologie]], [[Soteriologie (Zeugen Jehovas)]]
{{Footer-Neu|LITERATURE=L. Gassmann; Kleines KATHOLIZISMUS-Handbuch: Alles über die Lehren der Römisch-Katholische Kirche, biblisch beurteilt; MABO PROMOTION; (Mai 2006<sup>1</sup>}}
{{Footer-Neu|LITERATURE=L. Gassmann; Kleines KATHOLIZISMUS-Handbuch: Alles über die Lehren der Römisch-Katholische Kirche, biblisch beurteilt; MABO PROMOTION; (Mai 2006<sup>1</sup>}}
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[[Kategorie:Katholizismus]]
[[Kategorie:Katholizismus]]
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