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Pantheismus: Unterschied zwischen den Versionen

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Pantheismus kommt vom griechischen "pan" ("alles") und "theos" ("Gott"). Pantheismus ist die Vorstellung, dass alles Gott sei (Allgottheitslehre). Gott sei identisch mit dem Universum. Gott sei also keine Person, kein Schöpfer, der (wie im >Theismus) außerhalb der Schöpfung steht und ihr einen Anfang gesetzt hat, sondern er sei die anfanglose, unendliche, unpersönliche und ewige Urkraft, Urmacht oder Substanz.
Pantheismus kommt vom griechischen "pan" ("alles") und "theos" ("Gott"). Pantheismus ist die Vorstellung, dass alles Gott sei (Allgottheitslehre). Gott sei identisch mit dem Universum. Gott sei also keine Person, kein Schöpfer, der (wie im [[Theismus]]) außerhalb der Schöpfung steht und ihr einen Anfang gesetzt hat, sondern er sei die anfanglose, unendliche, unpersönliche und ewige Urkraft, Urmacht oder Substanz.


Der Pantheismus ist eine sehr alte Lehre und tritt schon seit Jahrtausenden in Konkurrenz zum jüdisch-christlichen Glauben an den persönlichen Gott und Schöpfer. Beheimatet ist er vor allem im fernöstlichen Religionsbereich. Er wurde von verschiedenen Vertretern der abendländischen Philosophie aufgegriffen und modifiziert. Einige typische Formen werden nachfolgend skizziert.
Der Pantheismus ist eine sehr alte Lehre und tritt schon seit Jahrtausenden in Konkurrenz zum jüdisch-christlichen Glauben an den persönlichen Gott und Schöpfer. Beheimatet ist er vor allem im fernöstlichen Religionsbereich. Er wurde von verschiedenen Vertretern der abendländischen Philosophie aufgegriffen und modifiziert. Einige typische Formen werden nachfolgend skizziert.


Die >hinduistischen Upanischaden des ersten vorchristlichen Jahrtausends beschreiben das Brahman als das monistische Urprinzip, welches das Weltall aus sich heraus hervorbringt (>Emanation) und wieder in sich aufnimmt. Brahman "individualisiert" sich zwar im Einzelwesen als "Atman" (ungefähr mit "Einzelseele" wiederzugeben), doch hat Atman das Ziel, im Brahman aufzugehen (Entselbstung). Die in hinduistischen Systemen ebenfalls vorfindlichen >polytheistischen (Götter-Pantheon) und sogar >monotheistischen Vorstellungen werden dem Pantheismus untergeordnet und eingegliedert, denn diese Gottheiten werden als Emanation (en) des all-einen Brahman betrachtet.
Die [[Hinduismus|hinduistischen]] Upanischaden des ersten vorchristlichen Jahrtausends beschreiben das Brahman als das monistische Urprinzip, welches das Weltall aus sich heraus hervorbringt ([[Emanation]]) und wieder in sich aufnimmt. Brahman "individualisiert" sich zwar im Einzelwesen als "Atman" (ungefähr mit "Einzelseele" wiederzugeben), doch hat Atman das Ziel, im Brahman aufzugehen (Entselbstung). Die in hinduistischen Systemen ebenfalls vorfindlichen [[Polytheismus|polytheistischen]] (Götter-Pantheon) und sogar [[Monotheistismus|monotheistischen]] Vorstellungen werden dem Pantheismus untergeordnet und eingegliedert, denn diese Gottheiten werden als Emanation (en) des all-einen Brahman betrachtet.


In ähnlicher Weise erblickt der chinesische Universismus eines Lao-Tse ([[Taoismus]]) im Tao ("Weg") das Urprinzip, das Absolute, den Urgrund der Welt: "Der Weg schuf die Einheit. Einheit schuf die Zweiheit. Zweiheit schuf Dreiheit. Dreiheit schuf die zehntausend Wesen" (Tao-Te-King 42).
In ähnlicher Weise erblickt der chinesische Universismus eines Lao-Tse ([[Taoismus]]) im Tao ("Weg") das Urprinzip, das Absolute, den Urgrund der Welt: "Der Weg schuf die Einheit. Einheit schuf die Zweiheit. Zweiheit schuf Dreiheit. Dreiheit schuf die zehntausend Wesen" (Tao-Te-King 42).
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