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Kommunismus: Unterschied zwischen den Versionen

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Am Anfang der Menschheitsentwicklung stand nach Marx eine Urgesellschaft, in der es keinen Privatbesitz gab (Urkommunismus). Durch die Entwicklung der Produktion (Landwirtschaft, primitives Handwerk u.a.) kam es zur Herausbildung von Privateigentum. Dies führte zur Entstehung von reicheren und ärmeren Klassen. Die Durchsetzung dieses Prinzips führte u.a. auch zur Entstehung der Ehe, zum Aufkommen staatlicher Ordnungen usw. Nebenentwicklung war u.a. das Aufkommen der Religion. Bald formierte sich die Sklavenordnung. Durch ökonomische Weiterentwicklung und daraus folgende gesellschaftliche Gesetzmäßigkeiten, kam es in dieser und in späteren Ordnungen zu Auseinandersetzung zwischen den Machthabern der etablierten Gesellschaftsordnung und sich neu entwickelnden gesellschaftlichen Klassen. Im Lauf des Kampfes der Klassen und ihrer Gesellschaftsordnungen überwand, nach kommunistischer Lehre, der fortschrittlichere Feudalismus die primitivere Sklavenhalterordnung, und das sich etablierende Bürgertum überwand später den feudalen Ständestaat.
Am Anfang der Menschheitsentwicklung stand nach Marx eine Urgesellschaft, in der es keinen Privatbesitz gab (Urkommunismus). Durch die Entwicklung der Produktion (Landwirtschaft, primitives Handwerk u.a.) kam es zur Herausbildung von Privateigentum. Dies führte zur Entstehung von reicheren und ärmeren Klassen. Die Durchsetzung dieses Prinzips führte u.a. auch zur Entstehung der Ehe, zum Aufkommen staatlicher Ordnungen usw. Nebenentwicklung war u.a. das Aufkommen der Religion. Bald formierte sich die Sklavenordnung. Durch ökonomische Weiterentwicklung und daraus folgende gesellschaftliche Gesetzmäßigkeiten, kam es in dieser und in späteren Ordnungen zu Auseinandersetzung zwischen den Machthabern der etablierten Gesellschaftsordnung und sich neu entwickelnden gesellschaftlichen Klassen. Im Lauf des Kampfes der Klassen und ihrer Gesellschaftsordnungen überwand, nach kommunistischer Lehre, der fortschrittlichere Feudalismus die primitivere Sklavenhalterordnung, und das sich etablierende Bürgertum überwand später den feudalen Ständestaat.


Im Kapitalismus kommt es, durch extreme Konkurrenz und sich zuspitzende Ausbeutung der arbeitenden Klassen, zu einer ökonomischen Verelendung der Menschenmassen. Diese Verelendung führt, nach marxistischer Lehre, zu einer "revolutionären Situation", die in einer Weltrevolution mündet. Diese Revolution führt gesetzmäßig zum Sieg des Sozialismus. Nach einer kurzen Stabilisierungszeit, indem eine Elite der Arbeiterklasse in der Diktatur des Proletariats alle vorsozialistischen Elemente ausschaltet, kommt es zu einer nicht nur materiellen, sondern auch geistigen Veränderung der Menschheit. Es entsteht ein innerlich veränderter Menschentypus, der im Marxismus die Bezeichnung "neuer Mensch" bzw. "Homo Sowjetikus", bekam. Die Menschheit wird dadurch reif für den Kommunismus, der sich aus dem Sozialismus heraus entwickelt. Arbeit wird im Kommunismus vom "neuen Menschen" aus tiefer Überzeugung geleistet. Sie muss nicht mehr durch Lohn vergolten werden. Der Kommunismus ist durch die Ausschaltung der Bereicherung weniger und durch den Fortschritt von Wissenschaft und Technik in der Lage, die Menschheit mit allem Notwendigen voll zu versorgen. Dies überwindet das Interesse an privater Sicherheit und Privateigentum. Jeder Mensch kann jetzt nach seinen Bedürfnissen leben. Privateigentum gibt es nicht mehr. Geld, Regierung und Religion sterben ab, da sie nicht mehr gebraucht werden.
Im Kapitalismus kommt es, durch extreme Konkurrenz und sich zuspitzende Ausbeutung der arbeitenden Klassen, zu einer ökonomischen Verelendung der Menschenmassen. Diese Verelendung führt, nach marxistischer Lehre, zu einer "revolutionären Situation", die in einer Weltrevolution mündet. Diese Revolution führt gesetzmäßig zum Sieg des [[Sozialismus]]. Nach einer kurzen Stabilisierungszeit, indem eine Elite der Arbeiterklasse in der Diktatur des Proletariats alle vorsozialistischen Elemente ausschaltet, kommt es zu einer nicht nur materiellen, sondern auch geistigen Veränderung der Menschheit. Es entsteht ein innerlich veränderter Menschentypus, der im Marxismus die Bezeichnung "neuer Mensch" bzw. "Homo Sowjetikus", bekam. Die Menschheit wird dadurch reif für den Kommunismus, der sich aus dem Sozialismus heraus entwickelt. Arbeit wird im Kommunismus vom "neuen Menschen" aus tiefer Überzeugung geleistet. Sie muss nicht mehr durch Lohn vergolten werden. Der Kommunismus ist durch die Ausschaltung der Bereicherung weniger und durch den Fortschritt von Wissenschaft und Technik in der Lage, die Menschheit mit allem Notwendigen voll zu versorgen. Dies überwindet das Interesse an privater Sicherheit und Privateigentum. Jeder Mensch kann jetzt nach seinen Bedürfnissen leben. Privateigentum gibt es nicht mehr. Geld, Regierung und Religion sterben ab, da sie nicht mehr gebraucht werden.


== Politische Realisierung des Kommunismus ==
== Politische Realisierung des Kommunismus ==
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=== Anfänge und Erfolge ===
=== Anfänge und Erfolge ===
Schon im 19. Jahrhundert kam der Kommunismus über die sozialdemokratischen und sozialistischen Parteien zu Einfluss. Viele der neu entstandenen Gewerkschaften wurden ein Kampfinstrument für Sozialismus und Kommunismus Allerdings hatten die entstehenden Arbeiterparteien meist einen radikalen und einen mehr pragmatischen Flügel (letzterer wurde oft von Linken "revisionistisch" genannt). Die Radikalen strebten mehr nach der Weltrevolution, während die Reformorientierten den Sozialismus durch Reformen der gegenwärtigen Ordnung erreichen zu können meinten.
Schon im 19. Jahrhundert kam der Kommunismus über die sozialdemokratischen und sozialistischen Parteien zu Einfluss. Viele der neu entstandenen Gewerkschaften wurden ein Kampfinstrument für [[Sozialismus]] und Kommunismus Allerdings hatten die entstehenden Arbeiterparteien meist einen radikalen und einen mehr pragmatischen Flügel (letzterer wurde oft von Linken "revisionistisch" genannt). Die Radikalen strebten mehr nach der Weltrevolution, während die Reformorientierten den Sozialismus durch Reformen der gegenwärtigen Ordnung erreichen zu können meinten.


Der erste Weltkrieg brachte die sozialistische Bewegung in eine ernste Krise. Die pragmatischen Teile der sozialdemokratischen Parteien unterstützten ihre jeweiligen Nationen, während die dogmatischen Kommunisten internationalistisch dachten. Für sie waren die Klassenbande der Menschen stärker als ihre nationale Beheimatung. Am Ende spalteten sich fast alle sozialistischen Parteien. Aus dem dogmatischen radikalen Flügel entwickelten sich die Kommunistischen Parteien, während die pragmatischen Flügel die sozialistischen oder sozialdemokratischen Parteien bildeten.
Der erste Weltkrieg brachte die sozialistische Bewegung in eine ernste Krise. Die pragmatischen Teile der sozialdemokratischen Parteien unterstützten ihre jeweiligen Nationen, während die dogmatischen Kommunisten internationalistisch dachten. Für sie waren die Klassenbande der Menschen stärker als ihre nationale Beheimatung. Am Ende spalteten sich fast alle sozialistischen Parteien. Aus dem dogmatischen radikalen Flügel entwickelten sich die Kommunistischen Parteien, während die pragmatischen Flügel die sozialistischen oder sozialdemokratischen Parteien bildeten.
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