Unità dei Cristiani

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Die im Jahre 2000 gegründete Initiative Unità dei Cristian (Einheit der Christen) verfolgt das Ziel der Zusammenführung der getrennten Konfessionen. Prokurator dieser Initiative ist Walter Kardinal Kasper, der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen (vorher Professor in Tübingen und Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart). Sein Stellvertreter ist der bekannte Pietist und frühere Landesbischof der evangelischen Kirche in Württemberg, Prof. Gerhard Maier. In der Selbstdarstellung dieser Initiative wird offen gesagt, worum es geht:

"Es muss sich auf allen Ebenen durchsetzen, dass es zur Ökumene keine Alternative gibt ... Wir ... sind ein Verein von katholischen und evangelischen Christen und haben uns verpflichtet, die getrennten christlichen Kirchen in ihren Bemühungen um die Einheit in der Vielfalt zu unterstützen und alles zu tun, damit eine Einheit in versöhnlicher Vielfalt bald möglich ist ... Zu den anderen Religionen der Welt wollen wir freundschaftliche und friedliche Beziehungen pflegen" (Einheit in der Vielfalt. Selbstdarstellung der Initiative Unità dei Cristiani - Einheit der Christen - Ökumene, Stegwiesen 2, D-88477 Schwendi-Hörenhausen.)

Als Schritte zu dieser "Einheit in Vielfalt" werden in der Selbstdarstellung der "Unità dei Cristiani" u.a. die folgenden aufgezählt:

  • "1948 Gründung des Ökumenischen Rates der Kirchen
  • 1960 Sekretariat zur Förderung der Einheit der Christen als vorbereitende Konzilskommission
  • 1962-1966 Zweites Vatikanisches Konzil: Öffnung der Katholischen Kirche zur Welt; Konzilsdokument über den Ökumenismus `Unitatis Redintegratio´ ...
  • 1999 Unterzeichnung der `Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre´ in Augsburg - ein wesentlicher Schritt zur Überwindung der Spaltung mit den aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen
  • 2000 Heiliges Jahr - zahlreiche ökumenische Begegnungen und Ereignisse an symbolträchtigen Orten ...
  • 2002 Gebetstag und Treffen in Assisi: 31 christliche Kirchen u. Gemeinschaften, 12 Welt-Religionen (dieses Treffen trug - trotz aller gegenteiliger Beteuerungen - synkretistischen Charakter!; L.G.)
  • 2003 Ökumenischer Kirchentag in Berlin
  • 2010 (Vision:) Einheit in der Vielfalt - Vielfalt in der Einheit"

Es fällt auf, dass hier im Hintergrund nicht nur die interkonfessionelle, sondern bereits die interreligiöse Ökumene anklingt und dass der Assisi-Synkretismus des Papstes mit den heidnischen Religionen nicht abgelehnt, sondern positiv gesehen wird. Das ökumenische Gefälle ist unumkehrbar.

Siehe auch: Assisi, Ökumene, Ökumene der Religionen, Rückkehr-Ökumene.

Literaturhinweise

L. Gassmann, Pietismus wohin? 2004

Einzelhinweise und Quellen

Originärer Autor: Lothar.Gassmann

Ursprungsquelle dieses Artikels: https://www.bibel-glaube.de/handbuch_orientierung/Unita_dei_Cristiani.html (Abgerufen am 27. 05. 2024 03:21)


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