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Tiefenpsychologie: Unterschied zwischen den Versionen

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(Die Seite wurde neu angelegt: „__TOC__ Begründer der ideologisch sehr einflussreichen Tiefenpsychologie oder Analytischen Psychologie ist der Schweizer Psychologe Carl Gustav Jung (1875-1961). Jung unterscheidet zwischen dem Ich als dem Zentrum des bewussten Lebens und dem Selbst als dem Zentrum der ganzen Persönlichkeit, das die Teile des Bewussten sowie des persönlichen und des kollektiven Unbewussten umfasst. Vor der Geburt lebt der Mensch in einer unbew…“)
 
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:"Individuation heisst, zu dem zu werden, der man ist, und meint einen Differenzierungsprozess, der die Entfaltung aller Fähigkeiten und Anlagen und Möglichkeiten eines Individuums durch stufenweise Bewusstwerdung und Realisierung des Selbst zum Ziel hat" (L. Müller,/Th. Seifert, Analytische Psychologie, in: H. Petzold, Wege zum Menschen, Bd. 2, 1984, 203ff.).
:"Individuation heisst, zu dem zu werden, der man ist, und meint einen Differenzierungsprozess, der die Entfaltung aller Fähigkeiten und Anlagen und Möglichkeiten eines Individuums durch stufenweise Bewusstwerdung und Realisierung des Selbst zum Ziel hat" (L. Müller,/Th. Seifert, Analytische Psychologie, in: H. Petzold, Wege zum Menschen, Bd. 2, 1984, 203ff.).


Sein ganzes Leben lang beschäftigte Jung sich mit [[Parapsychologie]], [[Okkultismus]] und den [[Ritual|Ritualen]] der verschiedenen [[Kategorie:Religionen]]. Seine Doktorarbeit schrieb er über [[Spiritismus|spiritistische]] Experimente, die er mit seiner Nichte Helly Preiswerk durchführte. Zu seiner Lehre von dem [[Kollektivismus|kollektiven]] Unbewussten und den [[Archetypus|Archetypen]] gelangte er durch [[Träume]], in denen ihm Ahnen- und Totengeister erschienen.  
Sein ganzes Leben lang beschäftigte Jung sich mit [[Parapsychologie]], [[Okkultismus]] und den [[Ritual|Ritualen]] der verschiedenen  
[[:Kategorie:Religionen|Religionen]]
. Seine Doktorarbeit schrieb er über [[Spiritismus|spiritistische]] Experimente, die er mit seiner Nichte Helly Preiswerk durchführte. Zu seiner Lehre von dem [[Kollektivismus|kollektiven]] Unbewussten und den [[Archetypus|Archetypen]] gelangte er durch [[Träume]], in denen ihm Ahnen- und Totengeister erschienen.


Er schrieb:  
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* Symbolen,  
* Symbolen,  
* Mythen,  
* [[Mythos|Mythen]],  
* Märchen  
* Märchen  
* und Religionen  
* und [[:Kategorie:Religionen|Religionen]]


manifestieren.  
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Die Jungsche Tiefenpsychologie geht zwar durch ihre religiöse Dimension über die >Freudsche >Psychoanalyse hinaus, dringt aber nicht bis zur wirklichen Transzendenz Gottes und der aus dieser kommenden Erlösung des Menschen vor. Auch die Archetypentehre enthält ein verkürztes und sogar okkult aufgeladenes Welt- und Menschenbild, das die Dimensionen von Schuld und Sünde, Gnade und Vergebung ausklammert. Der Mensch steht hier nicht vor Gott, sondern vor sich selbst und dem dunklen Kollektiv-Selbst einer mythologisch verstandenen Menschheitsgeschichte. Damit aber bleibt er mit sich allein. Eine wirkliche Veränderung und Erneuerung des Menschen hingegen kann nur erfolgen, wenn er durch den von außen kommenden Geist Gottes erfasst wird, seine totale Verlorenheit erkennt, über seine Sünden Buße tut, zu dem lebendigen Gott umkehrt und sich ganz dessen guter Herrschaft unterstellt. Die Erneuerung des Menschen muss geistlich geschehen. Die Freisetzung von Emotionen und Träumen hingegen, wie Jung sie anstrebt, reicht für eine Therapie im biblischen Sinn nicht aus, ja sie kann sogar in die Irre führen, wo der Mensch in Unnüchternheit und Passivität hineingerät.
Die Jungsche Tiefenpsychologie geht zwar durch ihre religiöse Dimension über die >Freudsche >Psychoanalyse hinaus, dringt aber nicht bis zur wirklichen Transzendenz Gottes und der aus dieser kommenden Erlösung des Menschen vor. Auch die Archetypentehre enthält ein verkürztes und sogar okkult aufgeladenes Welt- und Menschenbild, das die Dimensionen von Schuld und Sünde, Gnade und Vergebung ausklammert. Der Mensch steht hier nicht vor Gott, sondern vor sich selbst und dem dunklen Kollektiv-Selbst einer mythologisch verstandenen Menschheitsgeschichte. Damit aber bleibt er mit sich allein. Eine wirkliche Veränderung und Erneuerung des Menschen hingegen kann nur erfolgen, wenn er durch den von außen kommenden Geist Gottes erfasst wird, seine totale Verlorenheit erkennt, über seine Sünden Buße tut, zu dem lebendigen Gott umkehrt und sich ganz dessen guter Herrschaft unterstellt. Die Erneuerung des Menschen muss geistlich geschehen. Die Freisetzung von Emotionen und Träumen hingegen, wie Jung sie anstrebt, reicht für eine Therapie im biblischen Sinn nicht aus, ja sie kann sogar in die Irre führen, wo der Mensch in Unnüchternheit und Passivität hineingerät.


Siehe auch: [[Kategorie:Psychologie]], [[Tiefenspsychologie]], [[Freud, Sigmund | Sigmund Freud]]; [[Drewermann, Eugen | Eugen Drewermann]].
Siehe auch: [[:Kategorie:Psychologie|Psychologie]], [[Tiefenspsychologie]], [[Freud, Sigmund | Sigmund Freud]]; [[Drewermann, Eugen | Eugen Drewermann]].


== Literaturhinweise ==
 
==Literaturhinweise==
E. Nannen: C. G. Jung - der getriebene Visionär, 1991.
E. Nannen: C. G. Jung - der getriebene Visionär, 1991.


== Einzelhinweise und Quellen ==
==Einzelhinweise und Quellen==
Originärer Autor: [[ User:Lothar.Gassmann|Lothar Gassmann ]]
Originärer Autor: [[ User:Lothar.Gassmann|Lothar Gassmann]]


Ursprungsquelle dieses Artikels: https://www.bibel-glaube.de/handbuch_orientierung/Tiefenpsychologie.html (Abgerufen am 05. 03. 2022, 21:08)
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